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Eisenach und seine Umgebung |
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Die Hörselberge in einem Eisenacher Stadtführer (ca. 1940) |
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Herausgegeben vom Verkehrsverein der Wartburgstadt Eisenach, Umschlag: W. Krüger, Wutha |
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| Hörselberg. Geheimnisvoll ragen die Kalkschroffen des Hörselberges aus der schönen Aue auf, von altersher sich tief in die Phantasie der Anwohner einprägend. Hier lebte Frau Venus, eine deutsche Sagengestalt mit ihrem Hofe von Nymphen und Sirenen im Innern des Berges, auch Frau Holde genannt, umstrickte den edlen Ritter Tannhäuser, der sich aus ihren Armen nicht befreien konnte. Dieses Geschick wurde von vielen Dichtern besungen, am unsterblichsten und bekanntesten ist es durch Richard Wagners "Tannhäuser" geworden. Auch als Sitz des "wütenden Heeres", jenes Geister- und Gespensterzuges, der in Winternächten durch das Thüringerland tobt, ist der Hörselberg den Sagenforschern bekannt. Hier stand der treue Ekkehart am Felsspalt und warnte die betörten Jünglinge vor dem Locken schöner Frauen. Und hier herein legte der Glaube des Mittelalters den Eingang in das Fegefeuer. | |
| Mit der Eisenbahn erreicht man den Hörselberg durch Fahrt bis zur Station Wutha, steigt zum Weinberg hinüber und an den Vorberg hinauf. Hier hat man einen schönen Blick auf das Gut Burbach. Weiter führt der Weg am Jesusbrünnlein hinauf zur Venushöhle vorüber bis zum Wirtshaus auf dem Gipfel des Berges. Der Blick vom Hörselberg ist ganz hervorragend. In großartiger Weise tut sich das Panorama des Thüringerwaldes vor unseren Augen auf. Ebenso übersieht man das Nessetal mit den ältesten Siedlungen des thüringischen Westens. Da liegt die keltische Wallburg Hahna sowie das karolingische Großenlupnitz. | |
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