Anbringen des Fledermausgitters
an der Venushöhle
Großer Hörselberg, 12. Februar 2009 - Damit der Winterschlaf der Fledermäuse in der Venushöhle nicht gestört werden kann, wurde in den vergangenen Jahren im November ein Eisengitter am Höhleneingang befestigt und im März wieder entfernt.
Am Jahresende 2008 wurde dieses Gitter nicht angebracht, weil unsere Nachbarn Horst, Dietrich und Hajo an Grippe erkrankt waren. Im Februar mussten wir leider feststellen, dass in der Venushöhle mit offenem Feuer gespielt worden war. Für die bei Temperaturen um 0°C überwinternden Fledermäuse, die übrigens unter Naturschutz stehen, sind Hitze und Rauch sehr störend.
Deshalb beschloss der Vorstand der Hörselberggemeinde e.V., das Gitter dauerhaft an der Venushöhle anzubringen. Dietrich Bernhardt und Fritz Schmuck führten diese Arbeit aus. Ein Schild macht auf den Schutz der Fledermäuse aufmerksam. Auch ist die Sicherheit in der Höhle nicht gegeben, da immer wieder Steine von der Decke stürzen. Wir bitten die Besucher des Hörselberges um Verständnis für die Anbringung des Schutzgitters.
Mitglieder der Sektion Höhlen- und Karstforschung Kittelsthal und Wutha-Farnroda des Kulturbundes der DDR hatten um 1980 in der Venushöhle und der Tannhäuserhöhle auf dem Großen Hörselberg und in der Wagnerhöhle auf dem Kleinen Hörselberg folgende Fledermäuse nachgewiesen:
Kleine Hufeisennase (Rhinolopus hipposideros)
Mausohr (Myotis myotis)
Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus)
Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus)
Braunes Langohr (Plecotus auritus)
Graues Langohr (Pletocus austricus)
Fransenfledermaus (Myotis natteri)