Stadtwanderung in Jena

So., am 22. Januar 2012 - Da im Monat Januar zumeist kein schönes Wanderwetter angesagt ist, hatte der Vorstand der Hörselberggemeinde e. V. vor einigen Jahren die sogenannten Stadtwanderungen aus der Taufe gehoben. Dazu fuhren wir immer mit der Bahn in die entsprechende Stadt. In den vergangenen Jahren waren wir so schon in Erfurt, Gotha, Mühlhausen, Fulda, Schmalkalden, Meiningen, Weimar, Suhl und in Bad Langensalza. Ein einheimischer Stadtführer zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und erläuterte die Geschichte der Stadt. Anschließend besuchten wir dann gemeinsam ein Restaurant, speisten gemeinsam und sahen uns dann noch dies und das individuell an.

In diesem Jahr hatte sich der Vorstand die Stadt Jena für die Stadtwanderung auserkoren. Alles war vorbereitet, der Zug herausgesucht, ein Stadtführer bestellt und Plätze im Restaurant reserviert. Da erreichte uns 2 Tage vor der Reise die Info, dass vom Samstagnachmittag bis Sonntagmittag die Strecke nach Erfurt wegen Bauarbeiten gesperrt ist und die Reisenden über eine Stunde früher als mit dem regulären Zug per Bus befördert würden.

Was also sollten wir machen, es gab kein zurück. Wir waren die einzigen, die zu solch früher Morgenstunde (7.00 Uhr) in Eisenach den Bus bestiegen und blieben es bis Neudietendorf, von wo es dann normal mit der Bahn weiterging. Trotzdem ging es recht lustig zu, und bei fröhlicher Plauderei verging die Zeit, die der Bus über die Dörfer brauchte, auch recht schnell. Im Zug angekommen, spendierte Nachbar Lutz für jeden einen Becher Sekt, und nun war auch für den Letzten die Welt wieder in Ordnung. Pünktlich kamen wir nach dem Umstieg in Weimar in Jena an.

Am Markt erwartete uns schon unserer Stadtführerin Frau Höxtermann und zeigte uns alles, was man in Jena gesehen haben muss. Sie brachte uns die Geschichte der Stadt und der Universität nahe und ließ uns auch auf den letzten Stadtturm von Jena steigen. Kurz und bündig, sie befriedigte vollständig unsere Begierde nach Wissen und Informationen. Nach 1 ½ Stunden Stadtwanderung waren wir nun ordentlich durchgefroren, denn ein scharfer, kalter Wind pfiff um jede Ecke. Deshalb waren wir 14 Nachbarinnen und Nachbarn froh, als Frau Höxtermann uns am ältesten Gasthaus von Jena, dem „Roten Hirsch", ablieferte, damit wir nun ins Warme kamen. Bei Speis' und Trank konnten wir es uns jetzt gut gehen lassen.

Allen schmeckte es vorzüglich und so mancher sehnte sich nach einem ruhigen Schlummerplätzchen. Doch dies stand nicht auf unserem Programm. Wir besuchten noch den Botanischen Garten mit seinen Gewächshäusern, die große und kleine Pflanzen und Pflänzchen aus aller Welt beherbergen. Danach schlenderten wir wieder gemütlich in Richtung Bahnhof, tranken dort noch einen Kaffee und fuhren schließlich pünktlich mit dem Zug wieder nach Hause.

   

Fotos: Steffi Klein u. Hajo Saalfeld --- Text: Hajo Saalfeld