Etwa 10% des Gebietes Deutschlands sind von Ablagerungen des Muschelkalkmeeres bedeckt. Vor etwa 215 Millionen Jahren bedeckte ein epikontinentales Meer mit 10 bis 70 Metern Tiefe dieses Gebiet. Das Meer bestand etwa 10 Millionen Jahre, wobei es zeitweise trocken fiel. Spuren von dolomitischen Ausscheidungen, Wellenmarken und Grabspuren von Flachwasserwürmern beweisen das. Salinäre Abscheidungen sind im Gebiet der Hörselberge wenig verbreitet. Der langgestreckte Höhenzug mit dem Kleinen Hörselberg (426m), dem Mittelberg und dem Großen Hörselberg (484m) liegt zwischen dem Nessetal im Norden und dem Hörseltal im Süden.



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Ein Schnitt durch die geologischen Schichten des Großen Hörselberges (Foto: Udo Heyl)







Die Schichten sind am ehemaligen Steinbruch im 165m abgesunkenen und horizontal südlich versetzten Westteil des Kleinen Hörselberges, der Wuthaer Verwerfung, deutlich zu sehen: Oberer Wellenkalk, darunter Terebratelzone (8m), Mittlerer Wellenkalk (22m), Oolithzone (9m) und unterer Wellenkalk. Die Verwerfung entstand durch Erdkrustenbewegungen vor 100 Millionen Jahren.